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WolleXDP WolleXDP ist ein Techno-DJ aus Berlin und ein echtes "Techno- Urgestein". Bereits Anfang 1990 machte er in Berlin die ersten Technohousepartys Deutschlands. Dafür holte er zusammen mit seinen Mitstreitern elektronische Tanzmusik aus seinen verschiedenen kleinen Nischen und fusionierte diese in den riesigen Hallen der abgewirtschafteten Industriebrachen Ostberlins zu Tekkno. Durch die XDP Tekknozid- Partys wurde dieser neue "Techno" nicht nur populär, sondern auch in seine heute allgemein übliche Begrifflichkeit geprägt. Nicht zuletzt deshalb gilt WolleXDP als einer der wichtigen Innovatoren der Technowelle in Europa.Seitdem lieferte er immer wieder neue kreative Impulse und sorgte für viel Bewegung auch außerhalb seiner unmittelbaren Tanzflächen. Zu nennen wären hier stellvertretend "The Brain" (die ersten Berliner Trancepartys), die "Raveline" (das erste Party-Inphone), die "Ravepost" (das erste Berliner Technopartyfanzine), die "Magic Bassline", der "Bunker" (der härteste Club der Welt), der "Tribalrave" (Techno mit Afrolivepercussion), die "Earth Beats" (die "French-House-Sensation"), der "Discount", "The King of Bass" (das Berliner Electrorevival), die "Pfefferbank" oder auch seine Mitwirkung an der "Wahren Loveparade" - der "Fuckparade"... (siehe auch Biografie!) Der Antrieb dazu war kein unternehmerisches Kalkül, sondern vor allem innovativer Tatendrang und die Liebe zur Idee. Am späteren Ausverkauf von Techno beteiligte er sich deshalb nicht. Damit akzeptierte er sogar den teilweisen Verlust seiner damaligen Popularität. Er ließ sich weder kaufen, noch ließ er andere einfach still gewähren. Er hatte kein Interesse an der Zusammenarbeit mit Leuten, für die Techno nur existierte, um damit kurzfristig viel schnelles Geld zu machen oder sich in dekadenten VIP-Areas selbst zu befeiern. "Lieber Bunker, statt Payday! Lieber FuckParade, als Technokirmes! Lieber illegal, als Großraumdisse! Innovation statt Ausverkauf!" - für diese Werte mobilisierte er als Mitorganisator und PR-Mann der "Fuckparade" Ende der 90er Zehntausende Technofans auf die Strassen Berlins. Der Erfolg seiner PR-Arbeit führte zu einem immer grösser werdenden Zuspruch vor allem der deutschen Techno & Houseszenen und damit zur offenen Ablehnung der damals alles beherrschenden Marktstrukturen, samt seiner restlos zur Kirmes verkommenen Loveparade. WolleXDP wurde Gast in Talkshows, in der "Abendschau", in den "ARD-Tagesthemen" und in den ZDF-"Heute"-Nachrichten. Für 2001 zeichnete sich dann tatsächlich eine Sensation ab: Die Loveparade schien nicht reformierbar und an der Alternative "Fuckparade" zu zerbrechen. Doch die damit verbundene Politisierung der grössten Jugendszene aller Zeiten, sowie der unausweichliche Imageschaden an der Berliner Tourismusmarke "Loveparade" erweckte den Argwohn und den aktiven Widerstand der konservativen Kräfte im Berliner Abgeordnetenhaus. Die Demonstration "Fuckparade" wurde unter Beugung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit verboten und danach mit untragbaren Auflagen kaputt gemacht*1. Die Gleichgültigkeit der "Szene" gegenüber diesen unfassbaren Dingen, aber auch die Entäuschung über einige Entwicklungen im "Techno-Nachtleben" führten ab 2003 zu einigen grundsätzlichen Veränderungen im Leben von WolleXDP. Techno bedeutet ihm noch immer viel, aber nicht mehr alles... Doch auch wenn es heute oftmals schwerfällt, die Visionen von einst zu entdecken, sie sind zu finden. Denn geblieben ist die Freunde an der tänzerischen Ekstase und die Freude mit Gleichgesinnten zu feiern. Deshalb trifft man WolleXDP noch immer regelmässig auf den ihm wichtigen Partys. Und das nicht nur als gefeierten DJ, sondern am liebsten auf der Tanzfläche! .................................................................................zur Biografie und den Dates
*1)Auf Grund von nicht zu einigenden Meinungsverschiedenheiten um den Umgang mit den Auflagen und der Strategie innerhalb der Organisationen beendete WolleXDP bereits im Jahr 2002 sein FuPa-Engagement. Die skandalösen Verbote und Urteile wurden erst im Mai 2007 durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aufgehoben). |